Das Institut für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische und Indische Medizin vereint konventionelle und naturheilkundliche Behandlungen. Ein erfahrenes Ärzte- und Therapeutenteam berät und behandelt unsere Patientinnen und Patienten ambulant mit klassischen naturheilkundlichen Verfahren sowie mit Therapien aus den einzelnen Bereichen. Durch das Angebot der verschiedenen Medizinsysteme unter einem Dach ermöglichen wir eine optimale Versorgung.

 

Leistungsspektrum:

Die Institute für TEM, TCM und TIM führen die Vorsorge (Gesundheitsberatung) sowie die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen im ambulanten Bereich durch.

Ein reichhaltiges Kursprogramm (Qigong, Ernährung, Stressbewältigung etc.) und umfangreiches Informationsmaterial (Selbsthilfestrategien etc.) ergänzen das Gesamtkonzept und erleichtern den Übergang in den Alltag. In der Regel behandeln wir in unserem Institut Patientinnen und Patienten, die seit langem ohne Besserung oder mit Nebenwirkungen konventionell therapiert wurden. Hauptsächlich handelt es sich um Erkrankungen aus dem internistischen, konservativ gynäkologischen und orthopädischen sowie neurologischen Bereich (Schmerzerkrankungen).

  • Schmerzerkrankungen wie Kopfschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates wie Rücken- und Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen (zum Beispiel nach Gürtelrose) etc.
  • Funktionelle Beschwerden wie Reizdarmsyndrom, Schlafstörungen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Herz-Kreislauferkrankungen wie Hypertonie (Bluthochdruck), koronare und periphere Gefäßverkalkung
  • Erkrankungen der Atmungsorgane (Asthma bronchiale, COPD, chronisch rezidivierende Infekte der oberen Luftwege)
  • Gynäkologische Beschwerdebilder (schmerzhafte Regelblutung, klimakterischer Beschwerdekomplex alternativ / komplementär zur Hormonersatztherapie, unklare Schmerzsyndrome des kleinen Beckens usw.)
  • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis einschließlich der Fibromyalgie
  • Neurologische Erkrankungen wie Zustand nach einem Schlaganfall, Migräne
  • Allergien und Hauterkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Kinderheilkundliche Fragestellungen

Der erste Kontakt besteht in einem persönlichen Gespräch. Darin trägt der Therapeut oder die Therapeutin alle wichtigen ganzheitlichen Informationen und Befunde zum Beschwerdebild zusammen und bewertet diese. Am Ende des Erstgesprächs erarbeiten wir für Sie einen Therapievorschlag mit einem definierten Therapieziel.

Eine integrative Therapie beinhaltet auch bisherige Therapiestrategien, falls sie hilfreich waren. So setzen wir notwendige und sinnvolle Medikamente nicht abrupt ab, sondern passen sie der neuen Situation an. Die von uns durchgeführten Behandlungen sind in vielen Fällen sogenannte Reiz-Reaktionstherapien, das heißt der Organismus erhält einen definierten Reiz und reagiert darauf mit dem Ziel der Beschwerdebesserung. Reizstärke, -dauer und -frequenz legt der Therapeut mit dem Patienten fest.

Die Behandlungen finden in unseren Behandlungsräumen in entspannter Atmosphäre statt. Je nach Bedarf führen wir „Zwischengespräche“ durch, um den Behandlungsverlauf gegebenenfalls zu optimieren. Ein Abschlussgespräch rundet die Behandlung ab und zeigt Ihnen therapeutische Möglichkeiten und Optionen für die Zukunft auf.

  • Sie können sich in unserem Institut individuell ambulant weiterbehandeln lassen
  • Die Behandlung wird zu einem späteren geeigneten Zeitpunkt eingeleitet (zum Beispiel saisonale Allergieproblematik).
  • Es wird eine stationäre Behandlung angeraten. Hierzu stehen 54 stationäre Betten vor Ort zur Verfügung.
  • Es wird eine tagesklinische Behandlung angeraten. Je nach Indikation (zum Beispiel onkologische Tagesklinik usw.)
  • Es sind noch weiterführende bzw. ergänzende Untersuchungen durch uns oder / und einen niedergelassenen Arzt notwendig. Im Klinikverbund der Kliniken Essen-Mitte stehen unseren Patienten sämtliche Diagnostikverfahren zur Verfügung.
  • Sie nehmen am Kursprogramm teil, bzw. Anwendung von Selbsthilfestrategien.

Die Rechnungslegung erfolgt nach der derzeit gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die ambulante Behandlung zum momentanen Zeitpunkt nicht. Eine ausführliche Liste mit allen Leistungen und Preisen erhalten Sie auf Anfrage. Auf Wunsch oder nach Abschluss der Behandlung erhalten Sie eine GOÄ-übliche, detaillierte Rechnung.

Haben Sie noch Fragen oder wünschen Sie einen Termin: Alle Kontaktmöglichkeiten sind unter „Kontakt und Information“ aufgeführt.

Die einzelnen Institute

Unter TCM verstehen wir heute die Ecksäulen Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Tuina-Massagetherapie, Ernährungslehre und die chinesische Bewegungslehre, das heißt Qigong und Taijiquan. Dieses überlieferte medizinische Wissen veränderte sich, ähnlich der heilkundlichen Entwicklung im Abendland, dynamisch in viele Richtungen auf unterschiedlichen Ebenen. Früheste schriftliche Zeugnisse über ein facettenreiches heilkundliches Wissen wurden 1973 in der im Jahre 168 v. Chr. geschlossenen Grabstätte von Mawangdui als Grabbeigabe entdeckt. In 15 heilkundlichen Texten finden sich unter anderem Rezeptvorschläge, die von anspruchsvollem pharmazeutischen Wissen zeugen. Über den genauen Ursprung der Akupunktur bestehen international unterschiedliche Meinungen. Eine frühe Anwendung von Spitzsteinen, Bambus- und Knochennadeln zur Öffnung von Abszessen oder als Aderlass scheint allerdings plausibel. Auch finden sich in den Jahren 300 bis100 v. Chr. in China von unbekannten Autoren zusammengetragenen Werk „Huang Di Nei Jing“ (Innerer Klassiker des Gelben Kaisers) schon genaue Beschreibungen sogenannten Leitbahnen, auf denen Nadelstiche vorzunehmen seien. Außerdem genaue Anleitungen zur therapeutischen Verbrennung von Beifußkraut, der sogenannten Moxibustion, Schröpfkopfbehandlung, der Zungen- und Pulsdiagnostik.

Diagnostik und Therapie:

Die TIM ist mit ihrer über 3000-jährigen Geschichte eine der ältesten Heilkundesysteme der Welt. Im Westen ist sie vor allem als Ayurveda Medizin bekannt. Ayurveda – aus der Sprache Sanskrit übersetzt, steht “Ayus” für Leben und “Veda” für Wissen – ist die Wissenschaft über das Leben. Ayurveda hat seinen Ursprung in Indien. In der TIM wird der Patient ganzheitlich betrachtet: physische, psychische und spirituelle Aspekte werden in die Therapie einbezogen, um die Gesundheit des Menschen durch den Einsatz von natürlichen Ressourcen ins Gleichgewicht zu bringen.

Wann kommt eine Ayurveda-Therapie infrage?

  • Muskel- oder Gelenkerkrankungen: rheumatoide Arthritis, Polyarthritis, Arthrose, Intervertebraler Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, Ischias, Zervikale Spondylose, Fibromyalgie, Muskelschwund etc.
  • Magen-Darmerkrankungen: Stoffwechselkrankheiten, Malabsorption (Störung der Aufnahme von Nahrungsstoffen über die Darmschleimhaut des Dünndarms), chronische Darmentzündungen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Laktose-Intoleranz, Reizdarmsyndrom etc.
  • Hauterkrankungen: Akne, Dermatitis, Psoriasis, Leukoderm etc.
  • Psychiatrische Störungen: Depression, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Schlafstörungen, Nervosität, Burnout-Syndrom etc.
  • Gynäkologische Probleme: Menstruationsprobleme, Unfruchtbarkeit, Post-Menopause-Syndrom etc.
  • Neurologische Erkrankungen: Neuralgie, degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, Multiple Sklerose, Migräne, Spannungskopfschmerz, Sinusitis, Hemiplegie etc.

Leistungen und Angebote:
Die TIM nutzt die natürlichen Ressourcen – so werden in der TIM zum Beispiel rund 3.000 Arten von Pflanzen für die Behandlung verwendet. Kennzeichnend für die TIM ist ihre Ganzheitlichkeit. Aus Sicht der TIM besteht jedes Individuum aus drei fundamentalen Elementen (Doshas) – Vata, Pitta und Kapha. Die Doshas bestimmen körperliche Abläufe und sind verantwortlich für die Gesundheit. Wenn die drei Doshas ausgewogen sind und korrekt arbeiten, besteht laut Susrutha Samhitha (1000 v. Chr.) ein

  • guter Stoffwechsel
  • gesundes Gewebe
  • die richtige Ausscheidung von Abfallprodukten
  • klarer Zustand der Seele
  • klarer Zustand der Sinnesorgane
  • klarer Zustand des Geistes.

Ein Ungleichgewicht der Doshas kann zu Erkrankungen führen. Gesundheit ist eine Kombination aus einem gesunden körperlichen Zustand und einer gesunden psychischen Verfassung.

Zur Behandlung werden die folgenden Therapien eingesetzt:

  • Diagnose nach Traditioneller Indischer Medizin
  • Kräutertherapien
  • Ernährung und Lebensstilberatung
  • Poorvakarma – äußerliche, nicht-invasive Behandlungen
  • Panchakarma – die reinigende Therapien
  • Rasayana Behandlungen – stärkt des Immunsystems

Ausbildung “Ayurveda Medizin in der Integrativen Medizin”

Dr. phil. Syal Kumar besitzt langjährige Erfahrung in der praktischen Anwendung der Traditionellen Indischen Medizin. In Deutschland bildet er Ärzte und Therapeuten in ayurvedischer Heilkunst aus. Die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Duisburg-Essen veranstaltet seit 2009 eine 15-monatige Ausbildung in Ayurveda.

Informationen hierzu finden Sie unter www.ausbildungayurveda.de.

In der europäischen naturheilkundlichen Tradition spielen die von Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert entwickelten Behandlungsverfahren eine herausragende Rolle. In unserem Institut bieten wir Therapien nach den von Kneipp entwickelten fünf Säulen an. Zu den sogenannten erweiterten Naturheilverfahren die in unserem Institut angeboten werden, zählen die Blutegeltherapie, Schröpfen, Cantharidenpflaster, Aderlass, die spezielle Schmerztherapie und die Neuraltherapie.

Rothenfußer Stiftung
Weitere Informationen finden Sie hier.