Pflege ist ein eigenständiger und zentraler Bereich im Gesundheitswesen. Die Grundlagen und Erkenntnisse aus

  • der Pflegewissenschaft,
  • den Naturwissenschaften und der Medizin
  • den Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Recht, Politik und Wirtschaft

werden in der Ausbildung vermittelt, um individuelle Pflege professionell zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

 

Pflege umfasst auch:

  • Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen
  • Gesundheitsförderung
  • Prävention von Krankheiten und Unfällen
  • Begleitung in Krisensituationen
  • Mitverantwortung bei Diagnose, Therapie und Rehabilitation
  • Kooperation mit allen Berufsgruppen in der Betreuung der Pflegebedürftigen und bei der Weiterentwicklung im Gesundheitswesen
  • Ökonomische und ökologische Verantwortung.

Die hierzu notwendigen fachlichen, personalen, methodischen, sozialen, interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen werden in unserer Ausbildung unter Darstellung und Einübung von zahlreichen Handlungsabläufen aus der praktischen Pflege, z.B. die Körperpflege des Patienten, das Anlegen von Verbänden, die Wundversorgung, fachgerechte Verabreichung von Medikamenten und das Kontrollieren der Vitalzeichen, vermittelt.

 

Pflege lernen heißt:

  • Aneignen von Wissensinhalten im Rahmen eines individuellen Lernprozesses
  • Lernfeldkonzept und Auswahl verschiedener Lernmethoden
  • Verknüpfung theoretischer und praktischer Lerneinheiten
  • Selbstständiges Lernen

Inhalt der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Die Ausbildung in der Gesundheits-und Krankenpflege dauert drei Jahre. Sie umfasst 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis. Der Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. April und 1. Oktober im Kalenderjahr.

Die theoretische Ausbildung erfolgt im Blocksystem und an Studientagen. Die Wissensinhalte werden fächerübergreifend zu den Themenfeldern in der Gesundheits- und Krankenpflege unterrichtet. Aus verschiedenen Perspektiven werden die Schwerpunkte pflegerischen Handels beleuchtet und auf der Basis des problemorientierten Lernens (POL) analysiert und reflektiert.

Jeder Kurs wird über den gesamten Zeitraum individuell und persönlich von einer Kursleiterin, bzw. einem Kursleiter betreut. Dabei ist uns neben den fachlichen Aspekten die vertrauensvolle, enge Zusammenarbeit besonders wichtig.

Um Inhalte u. A. aus der Anatomie oder Geschichte der Pflege anschaulich zu vertiefen planen die Kursleiter Exkursionen, die auch den Zusammenhalt in der Kursgemeinschaft fördern. Bei anderen Aktivitäten, wie z.B. dem Essener Firmenlauf oder dem Onko-Lauf bieten wir den Auszubildenden die Möglichkeit zur Teilnahme gemeinsam mit dem Lehrerteam an.

Die praktische Ausbildung erfolgt in den präventiven, kurativen, palliativen und rehabilitativen Bereichen unserer drei Betriebsteile:

  • Evang. Huyssens-Stiftung Essen-Huttrop
  • Evang. Krankenhaus Essen-Werden
  • Evang. Krankenhaus Essen-Steele

Die Einsätze erfolgen unter anderem in den Fachbereichen der Chirurgie, der Inneren Medizin, Gynäkologie, Psychiatrie und ambulanten Bereichen. Einige Teilbereiche absolvieren unsere Auszubildenden darüber hinaus in ambulanten Einrichtungen.

Die Auszubildenden werden in der praktischen Ausbildung von Praxisanleiterinnen und -anleitern sowie den Lehrenden begleitet. Praxisanleitung ist heute integraler und gesetzlich geforderter Bestandteil der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. Praxisanleitende besitzen eine berufspädagogische Zusatzqualifikation und schaffen in den Institutionen des Gesundheitswesens eine Verbindung zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung. Sie unterstützen die Auszubildenden bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und tragen zur Qualitätssicherung in Aus-, Fort- und Weiterbildung bei.

Die Vergütung erfolgt nach tariflichen Regelungen und beträgt (Stand 12/2016) im
1. Ausbildungsjahr: 1.040,69 Euro
2. Ausbildungsjahr: 1.102,07 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.203,38 Euro